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Selina Reiterer zu sehen von 6 Juni bis Ende August Ihre Arbeit trägt den Titel You can’t shop yourself to a better world. Die weltweite Textilindustrie war 2020 die drittgrößte Quelle für Wasserverschmutzung und Flächenverbrauch. Das Färben und Veredeln von Textilien verursacht schätzungsweise 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung. Deshalb will die Die Europäische Union Textilabfälle reduzieren, den Lebenszyklus und das Recycling von Textilien verbessern. Aber, Altkleider werden meist in Länder außerhalb der Europäische Union exportiert, dort aber nicht weiterverwendet oder recycelt sondern zu 87 Prozent verbrannt oder landen auf Deponien. Wir glauben wir könnten durch unseren Konsum etwas verändern, weil die konsumorientierten Strukturen in denen wir Leben es uns glauben lassen. Saubere und nachhaltige Waren sollten die Lösung sein. Und so produzieren wir weiter und immer weiter. Es gibt einfach zu viel. »You can’t shop yourself to a better world« ist selbst weder ein besseres, noch saubereres Projekt. Es führt uns nur das Paradox vor Augen, dass wir glauben durch Konsum weniger Müll und Schadstoffe erzeugen zu können. Wir brauchen nichts. Recycling und Verzicht sind Wege die wir gehen könnten um es wenigsten zu versuchen. Mehr zur Künstlerin auf selinareiterer.com

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Luka Jana Berchtold

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Katharina Fitz zu sehen von 4 April bis Ende Juni 2024. Ihre Arbeit trägt den Titel Call and Response. Der Begriff des Titels bezieht sich auf eine Kompositionstechnik in der Musik, eine Abfolge von zwei unterschiedlichen Phrasen, die wie ein Gespräch funktioniert. Ein Spieler bietet eine Phrase an, und ein zweiter Spieler antwortet mit einem direkten Kommentar. In „Call and Response“ sind die charakteristische Überlegungen der Künstlerin zu Material und Prozess sowie zu Form und Ort offensichtlich. Die Arbeit adressiert Transfer und Vergänglichkeit, die ein Echo von Kommen und Gehen sind. Die Skulptur schwebt in ihrer Form zwischen Entstehung und Präsentation, scheint mitten im Werden angehalten, nur vorübergehend an Ort und Stelle, möglicherweise auch aufgegeben worden zu sein. Innerhalb dieser Reibung von Bewegung und Stillstand entsteht es ein Gefühl des Wartens, das uns einen genaueren Blick auf Materialien und Prozesse gewährt. Mehr zur Künstlerin auf katharinafitz.com

Maria Anwander zu sehen von 25 Jänner bis Ende März 2024. Die Arbeit Untitled erkundet die komplexen Beziehungen zwischen menschlichem Streben, technologischem Fortschritt und Unberührtheit der Natur. Maria Anwander präsentiert uns in ihrer kargen, präzisen Ästhetik einen Ausschnitt der unendlichen Weite des Weltalls und fragt nach unseren Grenzen – ethisch, ökologisch, politisch. Das erste Space Race war geprägt von Systemkonkurrenz, trug aber eine Hoffnung »for all mankind« in sich. Der aktuelle Wettlauf von Staaten und neu auch Unternehmen ist vor allem von kapitalistischen Erwägungen und Erwartungen geleitet. Es gilt, sich neue Territorien und ihre Ressourcen Untertan zu machen. Gleichzeitig mit ihrer kritischen Betrachtung weckt Maria Anwander eine poetische Sehnsucht nach dem Unbekannten und der Schönheit, gibt nicht alles verloren, verheißt uns Ungeahntes im Staub anderer Planeten. Mehr zur Künstlerin auf maria-anwander.net

Ronja Svaneborg zu sehen von 7 Dezember bis Ende Jänner 2024. Die Arbeit Giddy goes Ghillie operiert als verzerrter Audioguide. Statt Erklärungen und Kontextualisierungen anzubieten, nähert sich das Audiomaterial dem Konzept der Desorientierung aus verschiedenen Richtungen – räumlich, kulturell, kognitiv, sozial – und lädt den Besucher in einen desorientierten Overdrive ein. Wie ein Selbsthypnose-Tape aufgebaut, wird eine wiedererkennbare Stimme verwendet, die dem Soul-Guide ähnelt und dem Hörer immer wieder sagt, was passieren wird, sobald der Erzähler von 10 bis 1 heruntergezählt hat; was aber nie geschieht. Auf diese Weise bewegt sich die Arbeit in einem liminalen Raum; sucht nicht dem schnellsten Weg, die Desorientierung zu überwinden, sondern untersucht, was geschieht werden, wenn wir uns der Erfahrung hingeben. Der Guide spricht von der Idee der Tarnung, Teil einer Umgebung zu werden und in eine aufgelöste Präsenz einzutreten. Je präziser eine Tarnung ist, desto geringer die Bandbreite der möglichen Bewegungen. Mehr zur Künstlerin auf ronjasvaneborg.com

Claudia Larcher zu sehen von 22 September bis Ende November 2023. Die Arbeit Stillleben 3000 ist Claudia Larchers zeitgenössischer Dialog mit der Tradition des klassischen Stilllebens. Dieses digital und mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugte Kunstwerk zieht seine Inspiration aus dem Schaffen von Rachel Ruysch, einer der wegweisenden niederländischen Künstlerinnen des 17. Jahrhunderts. In ihrer Neuinterpretation eines Blumenstilllebens schafft Larcher eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, klassischer Kunst und modernem Konsum sowie zwischen natürlichen und technologischen Elementen. Dabei werden traditionelle Vanitas-Symbole im Kontext der heutigen Zeit neu belebt. Ein technoid anmutender Vogelschädel dient als Mahnung der Vergänglichkeit und ruft gleichzeitig die drängenden Fragen von Klimawandel und Artensterben ins Gedächtnis. Die Zerbrechlichkeit des Lebens, einst durch Glas symbolisiert, wird hier durch ein zerbrochenes Smartphone neu inszeniert. Auch das Konzept der Zeit wird aktualisiert: Statt Sanduhren kommt eine animierte Rolex zum Einsatz. Larcher verwendet Kunstblumen aus Plastik, die in ihrer unvergänglichen Perfektion den Zeitgeist des 21. Jahrhunderts widerspiegeln und auf ökologische Herausforderungen unserer Zeit hinweisen. Mehr zur Künstlerin auf claudialarcher.com

 

Stillleben von Rachel Ruysch